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Hospizgemeinschaft Schwetzingen
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Pressemitteilungen

 

Integrationstag der Hospizgemeinschaft

Neue Hospizbegleiter*innen eingeführt

 

Bei einer würdevollen Feier im Hebelsaal in Schwetzingen erhielten sieben neue ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen ihr Zertifikat und wurden in die bestehende Hospizgruppe eingeführt. 

Es freuen sich auf ihre neue Aufgabe: Alexandra Charissopoulou, Andrea Servatius, Claudia Wiegand, Indra Artelt-Bauer, Jutta Albrecht-Impertro, Monika Marquetant, Ulrike Biedermann. Sie sehen voller Erwartung ihrem ersten Einsatz entgegen. 

An vier Wochenenden im Zeitraum von einem halben Jahr und einem 45 stündigem Praktikum haben sie sich auf die Tätigkeit als ehrenamtliche Begleiterinnen vorbereitet. 

Mit einem Rückblick auf die Entstehung und die Arbeit der letzten 23 Jahre begann der Vormittag, der von Herrn Detlev Spitzbart moderiert wurde. In Kleingruppen konnten sich danach die „Neuen“ mit den „Alten“ austauschen. Außerdem haben sich die einzelnen Projektgruppen; Hospiz macht Schule und die Trauerbegleiterinnen vorgestellt. 

Abschließend wurde dann den neuen Begleiterinnen vom Vorsitzenden das Zertifikat mit einer Rose überreicht. Die aktiven Mitglieder der Hospizgemeinschaft und ihre Koordinatorin Claudia Dieter freuen sich ebenfalls über den Zuwachs.

Von links nach rechts: Franz Hauns (1.Vorsitzender), Alexandra Charrisopoulou, Jutta Albrecht-Impertro, Indra Artelt-Bauer, Claudia Wiegand, Ulrike Biedermann, Andrea Servatius, Claudia Dieter (Koordinatorin), Jürgen Ehret (2. Vorsitzender), Monika Marquetant (fehlt)

 

„Zusammenarbeit von großem Vertrauen geprägt“

Die Hospizgemeinschaft Schwetzingen und die Schwetzinger GRN-Einrichtungen haben Kooperationsverträge abgeschlossen

Seit Gründung der Hospizgemeinschaft Schwetzingen im Jahr 1996 arbeiten deren haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig mit den Schwetzinger GRN-Einrichtungen zusammen – ursprünglich in die Wege geleitet durch Klaus Holland, den ehemaligen Vorsitzenden der Hospizgemeinschaft, und Ann Sofie Holland, ehemalige Krankenschwester in der GRN-Klinik Schwetzingen, sowie Rüdiger Burger, dem damaligen Klinikleiter und heutigen Geschäftsführer der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH. Entsprechend den selbstgestellten Aufgaben der Hospizgemeinschaft bedeutet das, schwerstkranke und sterbende Patienten der GRN-Klinik oder Bewohner des GRN-Seniorenzentrums in der Bodelschwinghstraße über die medizinische Behandlung und pflegerische Betreuung hinaus persönlich zu begleiten. Nun wurde diese Zusammenarbeit durch zwei Kooperationsverträge zwischen der Hospizgemeinschaft einerseits und dem GRN-Seniorenzentrum sowie der GRN-Klinik Schwetzingen andererseits auf eine vertragliche Basis gestellt.

„Die Beziehungen zwischen der Hospizgemeinschaft und den GRN-Einrichtungen sind seit ihren Anfängen von großem Vertrauen geprägt“, betont Rüdiger Burger anlässlich des Vertragsabschlusses. „In den Verträgen werden die Aufgaben der jeweiligen Vertragspartner sowie die gemeinsam gesetzten Ziele und Verpflichtungen genau definiert. Dadurch sind die organisatorischen Abläufe noch besser geregelt, und unsere Patienten, Bewohner und deren Angehörige können sich sicher sein, dass sie – wenn gewünscht – die Unterstützung der Hospizgemeinschaft ohne großen bürokratischen Aufwand in Anspruch nehmen können.“ Franz Hauns, Erster Vorsitzender der Hospizgemeinschaft Schwetzingen, versichert ergänzend: „Nichts geschieht dabei gegen den Willen der Betroffenen; das gilt für ethische Entscheidungen am Lebensende ebenso wie für die Schweigepflicht aller beteiligten haupt- und ehrenamtlichen Begleiter, Betreuer, Pflegenden und Ärzte.“

Ziele und konkrete Zusammenarbeit

In der Klinik arbeiten die Mitarbeiter der Hospizgemeinschaft eng mit dem Palliativmedizinischen Konsil, der Pflegedienst- und der Klinikleitung zusammen; im Seniorenzentrum mit der Pflegedienst- und der Heimleitung. Alle gemeinsam verfolgen das in den Kooperationsverträgen formulierte Ziel, „die Bedürfnisse der Sterbenden und der ihnen nahe Stehenden zu berücksichtigen und zu stärken. Im Zentrum steht die Würde des Menschen am Lebensende und der Erhalt größtmöglicher Autonomie. Voraussetzung hierfür ist die weitgehende Linderung von Schmerzen und belastender Symptome bei lebensbedrohlichen Erkrankungen durch palliativmedizinische, pflegerische und ärztliche Behandlung sowie psychosoziale und spirituelle Begleitung der Betroffenen und ihrer Angehörigen.“

Konkret bedeutet das beispielsweise: Die Hospizgemeinschaft übernimmt auf Wunsch der Betroffenen die psychosoziale Begleitung der Patienten und Bewohner in der GRN-Klinik und im Seniorenzentrum, etwa durch Gespräche mit den kranken Menschen und deren Angehörigen. Die Hospizbegleiterinnen und -begleiter nehmen an Klinik-internen Fallbesprechungen, Qualitätszirkeln, Ethikkonferenzen teil, sofern sie die begleiteten Patienten betreffen, und führen Fortbildungsangebote zu Hospiz- und Palliativthemen im Rahmen der Ausbildung der Pflege-Nachwuchskräfte durch. Die Verantwortlichen in der Klinik und im Seniorenzentrum stellen sicher, dass Patienten und deren Angehörige auf die Möglichkeit der Begleitung durch die Hospizgemeinschaft hingewiesen werden. Selbstverständlich tauschen sich beide Seiten regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen aus und entscheiden gemeinsam, was im Einzelfall getan werden muss, um den Schwerstkranken die größtmögliche Lebensqualität zu ermöglichen.

Die Hospizgemeinschaft Schwetzingen

Die Hospizgemeinschaft Schwetzingen ist eine Regionalgruppe der Internationalen Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand e.V. (IGSL-Hospiz), Bingen, Deutschlands derzeit größtem Hospizverein in freier Trägerschaft. Die ambulante Hospizgruppe für Schwetzingen und die umliegenden Gemeinden wird von der Arbeit engagierter Menschen getragen. Unterschiedliche Berufe, zum Teil pflegerisch-sozial, sind vertreten. Die meisten der ehrenamtlichen Mitarbeiter haben sich aus ihrer persönlichen Lebenserfahrung heraus für diese Arbeit entschieden. Sie möchten dazu beitragen, dass Sterben und Tod keine Tabustellung in unserer Gesellschaft mehr einnehmen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospizgemeinschaft nehmen sich Zeit für alle, die sie brauchen und wollen – unabhängig von Weltanschauung, Religion oder Alter. Sie sind überkonfessionell sowie frei und unabhängig von Sozialträgern jeder Art. Sie verstehen sich nicht als Ersatz für Sozialstationen, Nachbarschaftshilfe oder Seelsorger, sondern wollen deren Angebot ergänzen. Das Angebot der Hospizgemeinschaft ist ehrenamtlich, grundsätzlich kostenlos und nicht von einer Mitgliedschaft abhängig. Sie finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, dem Verkaufserlös von Hospizliteratur und Vordrucken von Patientenverfügungen sowie durch Spenden. Weitere Informationen: www.hospizgemeinschaft-schwetzingen.de

Die GRN-Klinik Schwetzingen mit dem Palliativmedizinischen Konsil

Die GRN-Klinik Schwetzingen ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 277 Planbetten. Etwa 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen hier im Jahr rund 13.000 stationäre Patienten; hinzu kommen rund 16.000 ambulante Notfälle und 1.500 ambulante Operationen. Die Klinik ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg.

Die Palliativmedizin im Krankenhaus umfasst die Begleitung und Behandlung von Menschen mit einer weit fortgeschrittenen, nicht mehr heilbaren Erkrankung. Das Team des Palliativmedizinischen Konsils der GRN-Klinik Schwetzingen besteht neben Ärztinnen und Ärzten aus speziell ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Fachrichtungen: Gesundheits- und Krankenpflege, Sozialdienst, Seelsorge sowie Physiotherapie. Weitere Informationen: www.grn.de


 

Das GRN-Seniorenzentrum Schwetzingen

Das GRN-Seniorenzentrum Schwetzingen bietet in familiärer Atmosphäre professionelle, ganzheitliche Pflege – vollstationär oder für Kurzzeitaufenthalte. Das 1999 eröffnete Haus am Schlossgarten bietet 78 pflegebedürftigen Seniorinnen und Senioren ein Zuhause. Auch Tagespflegeplätze sind vorhanden. Das GRN-Seniorenzentrum hat sich den Prinzipien der Pflege-Charta der Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, die den Anspruch aller – und im Besonderen hilfsbedürftiger – Menschen auf die Respektierung ihrer Würde und Einzigartigkeit festschreibt. Weitere Informationen: www.grn.de

 

Bildunterschrift: Vertragsunterzeichnung in der GRN-Klinik Schwetzingen (v.l.n.r.): Katharina Elbs (Klinikleiterin), Rüdiger Burger (GRN-Geschäftsführer), Franz Hauns (Erster Vorsitzender der Hospizgemeinschaft Schwetzingen), Claudia Dieter (Koordinatorin der Hospizgemeinschaft Schwetzingen), Martina Burger (Leiterin des GRN-Seniorenzentrums Schwetzingen). (Foto: GRN)

 

 

Mitgliederversammlung der Hospizgemeinschaft

 

Neues Leitungsteam für drei Jahre gewählt

 

Das „Blaue Loch“ in Schwetzingen war zum ersten Mal  Tagungsort der diesjährigen Mitgliederversammlung der Hospizgemeinschaft Schwetzingen. Vorsitzender Franz Hauns konnte erfreulicherweise sehr viele interessierte Mitglieder begrüßen. Mit der Totenehrung für verstorbene Mitglieder begann der Bericht des Vorsitzenden. Das Geschäftsjahr 2018 war, so Hauns, in vielerlei Hinsicht ein erfolgreiches Jahr. Von den zurzeit 188 Mitgliedern sind aktuell 29 Mitglieder ehrenamtlich als ausgebildete Hospizbegleiter in der ambulanten Sterbebegleitung und Lebensbeistand, sowie in der Trauerarbeit und im Projekt „Hospiz macht Schule“ eingesetzt.

Koordinatorin Claudia Dieter berichtete über den Schwerpunkt der Hospizarbeit und den Begleitungen. Die Hospizberatungen haben wieder zugenommen, so Claudia, auch wenn nicht alle Anfragen dann zu einer realen Begleitung gekommen sind. Ihr Dank galt allen Hospizbegleitern für ca.2.200 Stunden ehrenamtlich geleistete Arbeit.

Der monatliche Trauertreff, geleitet von Ingrid Gottfried und Marita Ruggaber wurde gerne angenommen. Das Projektteam „Hospiz macht Schule“ hat auch 2018 wieder zweimal eine Projektwoche in der Jahnschule in Brühl für aufgeweckte Drittklässler durchgeführt. Großen Dank an Tatjana Hartmann-Odemer, Birgit Böger, Silke Reister, Ingrid Müller, Brigitte Wenz, Rita Sessler und Richard Schäfer.

In der Öffentlichkeitsarbeit waren Claudia Dieter und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen an verschiedenen Tagen des Jahres unterwegs, um in Vorträgen unsere hospizliche Arbeit vorzustellen und zu vermitteln. Weitere Vorträge sind auch kontinuierlich im laufenden Jahr vorgesehen.  Anfragen hierzu nimmt unser Büro gerne entgegen. Dazu gehören auch die monatlichen Informationsabende über die Patientenverfügung und Vorsorgemappe von Klaus Holland, die immer sehr gut besucht sind. Ein erster Kooperationsvertrag konnte am 19. Dezember mit dem B+O Seniorenzentrum in Brühl abgeschlossen und unterzeichnet werden. 

Am 04.Juni ist der Abschluss eines weiteren Kooperationsvertrages mit dem GRN Krankenhaus und GRN Seniorenzentrum Schwetzingen vorgesehen.

2018 durfte sich die Hospizgemeinschaft über ein sehr gutes Spendenaufkommen durch die Herz Damen, den Verkauf des Adventskalenders der Rotarier, von der Sparda Bank, dem Diakonieverein, der Kurt-und Eva Waibel –Stiftung, der Papiersammelaktion und auch vielen privaten Spendern freuen. Die Papiersammelaktionen Ende März und April dieses Jahres brachten im Erlös einen schönen Betrag zugunsten der Hospizgemeinschaft. Herzlichen Dank dem Team um Frau Lenz der „Schwetzinger Freien Wähler“. Schon deshalb konnte unsere Schatzmeisterin Siglinde Biok der Versammlung einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren.

Indra Artelt-Bauer ist die neue Bürokraft. Sie hat zum 01. November Hannelore Feige abgelöst.

Neben den guten Erfahrungen im Austausch mit verschiedenen Arbeitskreisen im Rhein-Neckar-Raum, mit dem Hospiz-und Palliativverband, dem Regionalgruppentreffen der IGSL, des Caritasverbandes und dem Forum für pflegende Angehörige freuen wir uns über eine besonders gute Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Brühl. Mit unserer Datenschutzbeauftragten, Frau Hilde Nagy, haben wir die Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung umgesetzt.

Die alle zwei Jahre stattfindende „Hospizwoche“ hat auch in diesem Jahr vom 01. April bis 07. April wieder viele Menschen für hospizliche Themen angesprochen. Sie endete mit einem Benefizkonzert des Musikvereines Stadtkapelle Schwetzingen zugunsten der Hospizgemeinschaft. Der Informationsabend zum Seminar zur qualifizierten Vorbereitung für Hospizbegleiter*innen ist auf großes Interesse gestoßen. Sieben Teilnehmerinnen haben den Kurs dieses Jahr mit Zertifikat abgeschlossen.

Claudia Dieter will im Ausblick auf das laufende Jahr die Kontakte zu Ärzten, Palliativ Care Teams, Pflegeeinrichtungen und Krankenhaus ausbauen. Einen zentralen Platz in der Mitgliederversammlung nahm die Neuwahl des gesamten Vorstandes ein.

 Das neue Leitungsteam stellt sich danach wie folgt zusammen:   

1. Vorsitzender: Franz Hauns,

2.Vorsitzender: Jürgen Ehret,

Schatzmeister: Siglinde Biok,

Schriftführer: Doris Roßrucker.

Beisitzer: Tatjana Hartmann-Odemer, Birgit Böger, Brigitte Wenz und Andrea Boelter.

Jürgen Ehret, ein erfahrener Palliativmediziner, konnte mit seiner Wahl für eine wertvolle Mitarbeit in der Vorstandschaft gewonnen werden. 

Mit einem großen Dankeschön an Koordinatorin Claudia Dieter, Indra Artelt-Bauer, an alle ehrenamtlichen Mitarbeiter, welche für und in der Gemeinschaft ein Amt übernommen haben, schloss Franz Hauns die Mitgliederversammlung.

 

 

 

 

LIEBEN – LEBEN – ABSCHIED NEHMEN

 

Schwetzinger Hospizwoche 2019

 

Vom 01. April bis zum 07. April fand die im zweijährigen Rhythmus  stattfindende „Schwetzinger Hospizwoche“ statt.

 

Die Hospizgemeinschaft hat unter der fachlichen Leitung ihrer Koordinatorin Claudia Dieter verteilt auf 4 Abende  eine Veranstaltungsreihe  mit hospizlichen Themen öffentlichkeitswirksam gestaltet.

 

Montag, 1. April 2019

Letze Hilfe-Palliative Versorgung- Hospizdienst

Umsorgen und Begleiten am Lebensende

Karin Eisinger, Pflegedienstleiterin und leitende Koordinatorin Palliative Care Team Levares Mannheim, sowie Dr. Kokott, Fachärztin für Palliativmedizin, auch Mitbegründerin der Hospizgemeinschaft und Silvia Verwaal-Mellem, ehrenamtliche Hospizbegleiterin, stellten sich in einer Podiumsdiskussion diesem Themenkomplex. Geführt wurde die Diskussion professionell von Gundula Sprenger, Leiterin der VHS Bezirk Schwetzingen.

Erste Hilfe ist ein bekannter und selbstverständlicher Teil der Hilfekultur unserer Gesellschaft. Wie aber steht es um die „Letzte Hilfe“? Sie informierten die Gäste vor allem darüber, wie man sich angstfrei mit dem Lebensende auseinandersetzen kann. „Palliativmedizin, unter anderem, so Dr. Kokott, hat einen achtsamen und ganzheitlichen Blick auf den Patienten. Wir sind Mitfühlende in einem Labyrinth, bei dem der Patient das Tempo und die Richtung bestimmt“, beschrieb sie die Arbeit in der Palliativmedizin.

„Die Bedürfnisse des Patienten sind das wichtigste, so Frau Eisinger, daher ist ambulante palliative Pflege kein Pflegedienst im klassischen Sinn. Wir werden von Ärzten, Angehörigen oder von Patienten selbst hinzugezogen, wenn vielleicht ein Krankenhausaufenthalt nicht gewünscht wird“. Silvia Verwaal-Mellem war es wichtig zu zeigen, dass  sich die vielen ehrenamtlichen Hospizbegleiter in der „Begleitung“ von Menschen in ihrer letzten Lebensphase und deren Angehörigen Zeit, wertvolle Zeit nehmen. Feinfühlige Achtsamkeit und Respekt vor ihrer verantwortungsvollen Aufgabe sei für alle selbstverständlich. Gundula Sprenger verstand es, mit gezielten Fragen an dieses fachlich versierte „Netzwerk“ viele gute Anregungen und hilfreiche Informationen zu diesem Themenkomplex  an hoch interessierte Gäste weiterzugeben. Viele Nachfragen seitens der Besucher zeigten ein großes Informationsbedürfnis.

Silvia Verwaal-Mellem beendete die Podiumsdiskussion mit einem passenden Gedicht von Khalil Gibram. Im Anschluss war das Publikum zum Austausch und Gespräch eingeladen, was nach diesem informativen Abend gerne angenommen wurde.

 

Dienstag, 02. April 2019

Sterbehilfe in Deutschland

Was geht, was geht nicht?

Diesem, sicherlich nicht ganz leichten Thema, widmete sich ein Vortrag der Hospizgemeinschaft in den Räumen der VHS Schwetzingen. Der Vortrag wurde natürlich von Klaus Holland,

in Schwetzingen und weit über die Stadtgrenzen  durch Vorträge über die Themen der „Vorsorgemappe der IGSL bekannt, gehalten.

„Umfragen zum Thema Sterbehilfe ergaben, dass zwischen 60 und 80 Prozent der Deutschen die Möglichkeit gerne hätten, aber nicht definieren können in welcher Form“, begann Klaus Holland seinen Vortrag. Was ist der Grund für diese Nachfrage? Ist es die Angst vor Schmerzen oder einem Würdeverlust?

Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass heutzutage Familien eher zerstreut  leben und dadurch Angst vor dem Alleinsein herrscht. Die Gründe sind sicher vielschichtig. Beliebter Spruch von Klaus Holland: „Die Menschen wollen heute zwar alt werden, aber nicht alt sein“. Dann ging Holland darauf ein, was im Vergleich zu den Nachbarländern, in Deutschland nicht gestattet ist. „Das Töten auf Verlangen“. In den Niederlanden und Belgien unter gewissen Voraussetzungen möglich, geht  in Deutschland  nicht. Auch das-wie in der Schweiz praktizierte- aktive Einnehmen von tödlichen Medikamenten unter ärztlicher Aufsicht, schließen die Gesetze hier aus, erklärte der Referent und veranschaulichte dies mit den passenden Gesetzestexten.

Es sei nachvollziehbar, dass ein Mensch sich am Ende seines Lebensweges ein würdevolles und selbstbestimmtes Sterben wünscht. Umso wichtiger sei es zu wissen, was legal und auch moralisch möglich ist. „Der Verzicht auf eine lebenserhaltende medizinische Behandlung ist möglich. Hier steht der Wille eines Menschen vor dem Wohl aus ärztlicher Sicht“. Genauso sei der selbstbestimmte Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit oder die palliative Sedierung erlaubt.

Doch was ist, wenn der Wille dazu nicht mehr geäußert werden kann? „Hier ist eine eindeutige Patientenverfügung sinnvoll und unabdingbar wichtig, erklärte Holland. Vordrucke der Internationalen Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand sowie eine individuelle Beratung bietet die Hospizgemeinschaft an.

Die abschließende Gesprächsrunde brachte noch einen regen Meinungsaustausch über Fragen und Gedanken zu diesem Thema. Gut zu wissen, so die Gäste, dass empathische und erfahrene Ansprechpartner der Hospizgemeinschaft jederzeit und gerne zur Verfügung stehen.

 

Mittwoch, 03.April 2019

Abschied gestalten

Bestattungs- und Trauerkultur im Wandel der Zeit

Nie gab es mehr Auswahl an Möglichkeiten, um den letzten Abschied zu gestalten als heute. „Wir denken stetig über das Leben nach, aber über unsere Trauerkultur eher selten, stellt Birgit Böger, ehrenamtliche  Hospizbegleiterin, bei der Begrüßung der rund 50 interessierten Besucher fest“. Die Hospizgemeinschaft hatte zu diesem Vortrag in die Kapelle des GRN Krankenhauses eingeladen.

Die Menschen haben die Wahl zwischen der letzten Ruhe in der Erde, Feuer, Wasser oder Luft, auf dem Friedhof, unter einem Baum oder gar als ewiger Diamant. Den Abschied gestaltet der Pfarrer, ein Trauerredner oder gar ein Ritualdesigner. Der Vortragsabend, so Birgit Böger, möchte über alte und neue Formen des Abschieds und der Trauergestaltung informieren, Berührungsängste abbauen und zum Austausch über Chancen und Grenzen einladen. Hierzu konnte die Hospizgemeinschaft Martina Görke-Sauer, ev. Theologin gewinnen. Sie gestaltet individuelle Zeremonien für den letzten Abschied. Darüber hinaus ist sie als Dozentin und Supervisorin bundesweit in der Ausbildung von Bestattern, Ärzten und Seelsorgern tätig und hält Vorträge und Seminare zum Thema „Sterben, Abschied und Trauer“.

Martina Görke-Sauer blickt zunächst gemeinsam mit den Zuhörern auf die Entwicklung der Trauerkultur zurück. Traditionelle Abschiedsbräuche wie das Aufbahren eines Verstorbenen im Privathaus, die Anwesenheit aller Generationen und die öffentliche Abschiednahme durch Begleitung des Leichenzuges waren Anfang des letzten Jahrhunderts noch üblich. Mit den Weltkriegen, der Vielzahl der Toten seien aber Tod und Trauer eher tabuisiert worden.

Heute sei das Sterben und der Tod wieder mehr Thema und individuelle Elemente wichtiger. Man wünscht sich, dass die persönliche Lebensgeschichte beim Abschied eine größere Rolle spielt und bei der Trauerfeier auch entsprechend zum Ausdruck kommt. Wie die Feier ausgestaltet wird, mit Fotos oder, dass am Ende jeder eine Kerze mitnehmen darf, die Sehnsucht nach einem unverwechselbaren Abschied sei oft sehr groß. Ob es eine bestimmte symbolische Handlung bei der Trauerfeier ist, oder ein Erinnerungsritual, das einem Kraft gibt, letztendlich müssen Trauernde ausprobieren, was ihnen gut tut.

Zur Erinnerung an einen „lieben Menschen“ gab es am Ende des Vortrages für jeden Zuhörer einen Kieselstein.

 

Oxymoron

Lesung mit Dr. Christine Bruker und Christoph Schmidt zum Thema Sterbehilfe

Sterbehilfe stellt das Tötungsverbot als gesellschaftliches Tabu radikal infrage. Sie bricht mit dem Gebot, dass kein Mensch einem anderen das Leben nehmen darf. Daneben verkörpert vor allem der ärztlich assistierte Suizid die Hoffnung, dem Sterben und dem damit verbundenen Leid möglicherweise zu entkommen.

Als 2015 die Regelungen zum Thema Sterbehilfe in Deutschland in eine größere Diskussion kamen, haben Christoph Schmidt, Allgemeinmediziner und Palliativmediziner zusammen mit Dr. Christine Bruker, Sozialwissenschaftlerin und Sozialarbeiterin begonnen, gemeinsam einen Krimi mit dem Titel –Oxymoron-zu schreiben. „ Es ist, sozusagen unsere Art des Engagements die Hospizbewegung zu unterstützen, deren Arbeit so wertvoll für die Gesellschaft ist. Es entsteht über das Lesen eines Krimis für den Leser ein völlig neuer Zugang zu dem Thema, so Dr. Christine Bruker“. Musikalisch wurde die Lesung mit Musik auf der Violine stilvoll durch Klaus Holland und Horst Riedinger begleitet und umrahmt.

Im Mittelpunkt steht der Tod von Anna Rosenkranz. Das Schicksal, das sie  mit einem Schlaganfall von knapp 45 Jahren aus allen schwärmerischen Jugendträumen reißt, ist der Beginn einer ganz neuen Lebensrealität  für sie im Pflegeheim Krokosblüte. Eines Tages im November ist Anna tot. Die darauffolgenden Abläufe wie die Leichenschau, das Ausstellen des Totenscheines und die Arbeit des Bestatters laufen routinemäßig ab. Doch dann geschieht etwas Unvorhergesehenes-oder auch nicht? Dr. Jessen setzt das Kreuz im Totenschein nach der Frage, ob der Tod auf eine nicht natürliche Weise eingetreten wäre, bei „Ja“.

Die Ermittlungen beginnen. War es Mord oder eventuell ein assistierter Suizid? Viele und andere Fragen gab es zu klären. Gesellschaftliche und moralische Aspekte werfen einen Blick auf die Selbstbestimmung und Solidarität in der heutigen Zeit. Dem Autorenduo gelang es, Hospizarbeit auf einem anderen Weg zum Thema zu machen. „Die Hospizbewegung ist ein wertvoller Teil der Gesellschaft. Wer alt und krank ist, soll keine Last sein, deshalb sehe ich die ehrenamtlichen Hospizhelfer wie gute Gärtner im Garten der Gesellschaft“, betont Christoph Schmitt. Christoph Schmidt ist auch als Mediziner und Hausarzt Kooperationspartner des Wilhelminen-Hospizes in Niebüll und Arzt im dortigen SAPV-Team. Dass Intuition und Bauchgefühl bei der Arbeit im Hospizdienst besonders wichtig sei, ergänzt Dr. Bruker. Gerne nimmt das Publikum diese Gedanken auf. „Die gute Zusammenarbeit zwischen Palliativmedizin und Hospiz spielt eine große Rolle, damit sich Menschen nicht alleingelassen fühlen, das hat sich in den Jahren positiv entwickelt“, berichtet Uwe Schreiber, Hospizbegleiter aus Bruchsal. Rund 40 Besucher der Lesung bedankten sich für  einen „nachhaltigen“ Abend bei Dr. Bruker und Christoph Schmidt mit einem herzlichen Applaus. Sie selbst belohnten sich mit einem Mitbringsel am nächsten Tag in ihre nordische Heimat mit einer großen Portion original „Schwetzinger Spargel“.

 

Benefizkonzert der Stadtkapelle Schwetzingen

„Sounding Ways in History“

„Ich freue mich ungemein, so Franz Hauns in der Begrüßung der gut 400 Gästen im Lutherhaus, dass der Musikverein Stadtkapelle Schwetzingen die Hospizgemeinschaft mit einem Benefizkonzert zum Abschluss der Hospizwoche  in ihrer wichtigen Arbeit unterstützt“.

„Sounding Ways in History“ lautete das Motto des Konzerts, das den Zuhörern ein höchst anspruchsvolles und abwechslungsreiches Repertoire aus Werken der Blasorchester-Literatur, die durch Einflüsse aus dem Jazz, den Weltreligionen, der Folklore aus verschiedenen Ländern der Welt geprägt wurden, bot. Dirigent Manuel Gund gelang es, sich mit seinen Musikern und international bekannten Solo-Instrumentalisten auf eine hörenswerte Zeitreise, sowohl durch die Geschichte als auch in viele Länder zu begeben. Die Musikerinnen und Musikern begeisterten mit ihrer Virtuosität und absoluter Hingabe bis zum letzten Stück, einem Medley aus „die Schöne und das Biest“. Bei der letzten Zugabe,

dem „Badner Lied“, bedankten sich zufriedene  Gäste mit „Standing ovations“ und sangen mit Überzeugung:

„Das schönste Land in Deutschlands Gaun, das ist das Badner Land …. „

 

Fazit

Es war gut und richtig, diese „Themen“ einer breiten Öffentlichkeit und auch in dieser Form anzubieten. Es bestärkt die Gemeinschaft insgesamt in ihrem Bestreben, mit all ihren Möglichkeiten und Kräften, für  schwerkranke Menschen am Lebensende  und ihren Angehörigen wegbegleitend, auch beratend  da zu sein. So steht es in unserem Flyer: „Wir sind da, wenn Sie uns brauchen“.

 

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Hospizgemeinschaft Schwetzingen bietet Seminare an zur qualifizierten Vorbereitung zum Hospizbegleiter*in 

 

 

Seit 1996 begleitet die Hospizgemeinschaft in Schwetzingen, Brühl, Hockenheim, Ketsch, Oftersheim und  Plankstadt sterbende Menschen und ihre Angehörigen auf ehrenamtlicher Basis und konnte bisher in vielen hundert Fällen Berater und Begleiter in schwierigen Zeiten sein. Derzeit zählt die Regionalgruppe Schwetzingen über 160 Mitglieder, von denen 29  für die aktive Arbeit ausgebildet sind. Dieser Kreis soll erweitert werden, um der steigenden Nachfrage nach Begleitung und Beratung gerecht werden zu können.

 

 

 

Deshalb wird im nächsten Jahr eine qualifizierte Vorbereitung angeboten, die auf dem Curriculum für Hospizbegleiter/innen der IGSL - Internationale Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand e.V. basiert und bundesweit anerkannt wird.

 

 

 

Am Anfang steht ein Einführungsseminar vom 01.02. – 03.02.2019 , an welchem alle teilnehmen können, die sich mit ihren eigenen Erfahrungen, Wünschen und Ängsten zum Thema Sterben und Tod auseinandersetzen möchten, auch wenn eine aktive Mitarbeit als Hospizbegleiter/in nicht geplant ist. Die Teilnahme an diesem Seminar ist Voraussetzung, aber keine Verpflichtung zur Anmeldung an der eigentlichen Qualifizierung als Hospizbegleiter/in.

 

 

 

Anschließend finden drei Wochenendseminare (22.02.-24.02.19, 05.04.-07.04.19 und 03.05.-05.05.19) ein Übungsvormittag, zwei Vorträgen und einem Praktikum von 45 Stunden bei einem Pflegedienst/Sozialstation, in einem Pflegeheim und/oder einem stationären Hospiz statt.

 

 

 

Wer sich grundsätzlich über Art und Umfang der ehrenamtlichen Arbeit als Hospizbegleiter/in informieren möchte, ist herzlich zu dem Informationsabendeingeladen, der am Mittwoch, den 07.11.2018 um 19:00 Uhr im UG des GRN Seniorenzentrums Schwetzingen stattfinden wird.

 

 

 

Anmeldung im Hospizbüro jeweils Dienstag und Donnerstag von 09.00 – 12.00 Uhr

 

sowie Mittwoch von 15.00 – 18.00 Uhr

 

oder unter der Telefonnummer 06202 / 4091009

 

oder per Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Ereignisreiches Jahr erfolgreich gemeistert

Mitgliederversammlung  04. Mai 2017 im Grünen Hof  in Schwetzingen

 

Drei herausragende Ereignisse prägten, so Franz Hauns in seinem Rechenschaftsbericht, das Jahr 2017.

Beginnend mit der Hospizwoche Ende März und mit dem abschließenden Benefizkonzert des Kammerorchesters der Freien Waldorfschule Mannheim in der Kirche Sankt Pankratius Schwetzingen.

Sodann der Umzug der Geschäftsstelle im August vom GRN-Seniorenzentrum in die Markgrafenstraße. Schließlich der Start des Projektes „Hospiz macht Schule“ in der Jahnschule in Brühl.

Koordinatorin Claudia Dieter konnte in ihrem Bericht mit „Zahlen“ die Arbeit der ehrenamtlichen Hospizbegleiter würdigen. Im Vergleich zum letzten Jahr, so Claudia Dieter,  ist die Anzahl der Begleitungen gleich geblieben. Sie freute sich vor allem über das neue Beratungszimmer, das auch am Tag der offenen Tür im Oktober vorgestellt wurde. Finanzchefin Siglinde Biok konnte, mit sehr vielen Zahlen gespickt, in ihren Ausführungen einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren. Rechnungsprüfer Jochen Bartels attestierte Frau Biok eine ausgezeichnete Buchführung.

Über 20 Jahre hatte Ingrid Gottfried die Protokolle der Vorstandsitzungen und Mitgliederversammlungen geschrieben. Jetzt hat sie das Amt der Protokollführung an die von der Versammlung gewählte ehrenamtliche Hospizbegleiterin Doris Rossrucker übergeben. Ein großes Dankeschön wurde in einen bunten „Frühlingsstrauß“ an Frau Gottfried gepackt.

Im Ausblick auf das laufende Jahr wurde der anstehende Ausbildungsgang für weitere ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter bekanntgegeben.

Da in 2019 weitreichende Vorstandswahlen anstehen, war auch eine neue, zukunftsgerichtete „Aufgabenverteilung“ innerhalb des Vorstandsgremiums ein noch auszuarbeitendes Thema.

So wäre es wünschenswert, wenn sich hier auch „fördernde“ Mitglieder für eine Aufgabe in der Hospizgemeinschaft engagieren würden.

 

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Hospiz macht Schule in der Jahnschule in Brühl zu Gast       

 Kurz vor den Totengedenktagen erarbeiten Ehrenamtliche der Hospizgemeinschaft Schwetzingen das Thema „Werden und Vergehen“ mit den Kindern der 4. Klasse an der Jahnschule in Brühl.

Kurz vor Beginn der Herbstferien erarbeiteten 6 Ehrenamtliche der Hospizgemeinschaft Schwetzingen mit den Kindern der 4. Klasse der Jahnschule in Brühl, die für sie nicht immer einfachen Themen Alt werden, Krank sein und Tod in spielerischer und kindgerechter Weise. Dass Veränderung bereits kurz nach der Geburt beginnt stellten die Schüler an Hand von mitgebrachten Fotos von sich selbst fest. Höhepunkt des ersten Tages war das Gespräch mit einer Kinderärztin, die sich allen Fragen zum Thema Krank sein und was so im Körper beim Altern geschieht stellte. Wie es ist, alt zu sein, das durfte die Klassengemeinschaft am nächsten Tag mit einfachen Hilfsmitteln wie z.B. Kopfhörer, zu großen Handschuhen und bewegungsbehindernden Gelenkschonern an sich selbst erfahren. Dies beeindruckte manches Kind so sehr, dass es meinte es sei doch ganz arg traurig, dass sich beispielsweise die Großeltern nicht mehr so einfach anziehen oder fortbewegen könnten. Auf die Frage: „Was macht ein Bestatter?“ kam die Antwort: „ Ein Bestatter gestaltet einen Sarg.“ Wie dies geschieht wurde in einem Film gezeigt. Trost und Trösten, war das Thema des letzten Tages. Dabei kamen Fragen auf wie beispielsweise: Wer und wie werden eigentlich die Erwachsenen getröstet? Die Kinder erzählten wie sie sich am liebsten trösten lassen und was ihnen in traurigen Situationen hilft wieder frohe Gedanken zu haben. Ein Schüler meinte dann auch, dass es gut wäre ab und zu traurig zu sein, denn wenn man immer nur Gutes und Schönes erlebt könnte es sein, dass man all die vergisst, die einmal waren. Fröhliche Momente könnte man dann auch wieder besser wahrnehmen.

Zum Abschluss waren die Eltern zur Vernissage eingeladen. Begrüßt wurden sie mit dem Lied, auf das immer zu Beginn und Ende eines jeden Tages getanzt wurde. Bei dem Abschlusstanz des letzten Tages wurden die Eltern mit einbezogen. Voller Stolz präsentierten die Schüler ihre Bilder und Plakate, die in diesen 3 Tagen entstanden waren.

Aber auch ihre Schatzkisten, die mit vielen Kleinigkeiten gefüllt waren, die sie zu den jeweiligen Themen erarbeitet und gestaltet hatten, wurden geschlossen gezeigt.
Der Inhalt ist nur für die Kinder selbst gedacht.

 

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Einsatzplanung und Beratung in neuen Räumen

 

An einem herbstlichen  „Tag der offenen Tür“ hat die Hospizgemeinschaft Schwetzingen  die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden Schwetzingen, Plankstadt, Oftersheim, Brühl, Ketsch und Hockenheim sowie alle Hospizdienste im Rhein-Neckar-Kreis, GRN-Krankenhaus, Pflegeheime, Pflegedienste, Palliativ-Care-Teams, Nachbarschaftshilfen, befreundete Vereine und interessierte Bevölkerung zur Besichtigung der neuen Räumlichkeiten in der Markgrafenstraße eingeladen. Vorsitzender Franz Hauns konnte Bürgermeister Dr. Ralf Göck aus Brühl und Bürgermeister Jens Geiß aus Oftersheim stellvertretend für alle geladenen Gäste begrüßen und willkommen heißen. Erfreulicherweise hat auch der „Tag der offenen Tür“ viele „zufällig“ Vorbeikommende zum Besuch angelockt.

Günter Karl, Vorsitzender des Musikvereins Ketsch, gab zusammen mit Franz Hauns als „Klarinetten-Duo“ mit  „launigen“ Melodien ein musikalisches Begrüßungsständchen zum Besten.

Die Vorstellung der Räumlichkeiten übernahmen Koordinatorin Claudia Dieter-Rassloff, Klaus Holland und Vorstandsmitglieder, sie standen  gerne Rede und Antwort. Der Servicetisch mit Getränken und Gebäck war ein zentraler Anlaufpunkt für die Kommunikation mit den Besuchern.

Neu neben dem offiziellen Büro ist ein zusätzlicher Raum  für Beratungen aller Art in hospizlichen Angelegenheiten und für die internen monatlich statt findenden Supervisionen.

Die Räume sind hell und ansprechend eingerichtet. Speziell an diesem Tag konnten die Besucher auf einer sogenannten „To do Tafel“ (Bevor ich sterbe, möchte ich …) Wünsche aufschreiben. Ein Wunsch von vielen lautete: „Mit meinem Mann zum Nordkap reisen“.

Historie

Zehn Jahre war die Hospizgemeinschaft mit ihrem Büro im Untergeschoss des GRN Seniorenzentrums  am GRN Krankenhaus beheimatet. Aufgrund der gestiegenen Beratungstätigkeiten war der Wunsch nach einer räumlichen Vergrößerung gegeben. Oberbürgermeister Dr. Rene Pöltl konnte nach Anfrage in der  ehemaligen „Notfallaufnahme“  zwei Büroräume und einen Archivraum zur Vermietung anbieten. Nach einer Besichtigung wurden diese Räume zum 01. August  2017 bezogen. Die unmittelbaren Nachbarn sind: Die Reservistenkameradschaft Schwetzingen-Hockenheim, der MGV Liederkranz Schwetzingen und der Radsportverein Schwetzingen. Die monatlich stattfindenden Beratungen zur „Vorsorgemappe“ finden allerdings aus Kapazitätsgründen weiterhin im GRN Seniorenzentrum am Krankenhaus Schwetzingen statt. An dieser Stelle geht ein ganz herzliches Dankeschön an Frau Martina Burger, die Leiterin des GRN Seniorenzentrums, für die Bereitstellung des Büros und Nutzung anderer Räumlichkeiten bei diversen Veranstaltungen.  Zur Erinnerung an diesen schönen Tag durften die Besucher ein Sonnenblumen Samentütchen mit der Aufschrift  “Lass die Sonne in dein Herz“ mit nach Hause nehmen.